Gedanken zur Kinder- und Jugendpsychiatrie
Wenn ein Kind ein paar Tage Durchfall hat oder schlecht Luft bekommt, ist es ganz normal, dass die Eltern mit ihm oder ihr zu mir als Kinder- und Jugendarzt kommen. Wenn sich ein Kind oder Jugendliche/r wochenlang, manchmal monatelang, wegen psychischer Probleme mehr oder weniger miserabel fühlt, gibt es zum Teil große Hemmungen, sich an mich als Kinder- und Jugendpsychiater zu wenden. Das finde ich ziemlich schade!
Das Bild mit dem Seil gefällt mir. Es passt, finde ich, gut zu meiner Arbeit als Kinder- und Jugendpsychiater.
Manchmal stößt man auf Knoten im Faden des Lebens, die größer sind oder komplizierter als bisher. Dann steht man an. Kann man den Knoten auflösen, kommt man an dem Knoten vorbei? Soll man den Knoten ignorieren oder locker nehmen?
Manchmal hat man den Faden verloren, man weiß nicht, wie man die Fäden wieder zusammenflechten kann, damit man wieder ein Seil hat, das einen hält, oder auf dem man weiter balancieren kann.
Manchmal fühlt man sich wie eingeschnürt und manchmal bräuchte man eine Rettungsleine.
Ich sehe mich als Berater, eine Beratung sollte helfen, neue Perspektiven oder Überblick zu erlangen. Gelegentlich bin ich auch Vermittler. Ein Kinder- und Jugendpsychiater ist auch nur ein Arzt, der sich darauf spezialisiert hat, Kinder und Jugendlichen zu helfen, wenn sie psychische Schwierigkeiten oder Probleme haben.
Warum eigentlich zum Kinder- und
Jugendpsychiater?
Jeder Mensch kennt seelische oder psychische Schwierigkeiten und Probleme.
Der Kinder- und Jugendpsychiater bietet Euch Kindern und Jugendlichen und auch Euren Bezugspersonen seine fachliche Hilfe an, wenn es zum Beispiel um folgende Probleme geht:
Lass Dich nicht von den Begriffen „psychiatrisch“ und „Psychiater“ abschrecken oder verunsichern!
Beim Erstgespräch lernt man sich gegenseitig kennen.
Ich versuche zu verstehen, ob es einen Kinder- und Jugendpsychiater braucht oder nicht. Wer könnte sonst noch hilfreich sein, mit wem sollte man eventuell noch sprechen, mit wem sich vernetzen?